Aus für die Temmener Ortswehr
Aus für die Temmener Ortswehr
Gerswalde (ekö)
Die Feuerwehr des Amts Gerswalde besteht künftig nicht mehr aus acht, sondern nur noch aus sieben Ortswehren. Die Temmener Wehr wird aufgelöst. Das haben die Mitglieder des Amtsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig mit einer Enthaltung besiegelt.
Die Gründe für diesen Beschluss sind der Mangel an einsatzfähigem Personal und die fehlende Zeit der Kameraden, um regelmäßig an Aus- und Weiterbildungen teilzunehmen. Um das Aus der Wehr von Ortswehrführer Mario Tesch zu verhindern, sei versucht worden, neue Mitglieder in den umliegenden Orten anzuwerben. „Die Aktion war aber nicht erfolgreich, die personelle Lage hat sich in den vergangenen Jahren nicht gebessert“, erklärte Amtsdirektor Andreas Rutter. Er habe lange überlegt, ob er den Kameraden einen solchen Schritt vorschlage. Letzendlich seien sich aber alle Betroffenen darüber einig gewesen, dass die Wehr schlicht „nicht planbar einsatzbereit ist“. In der Woche stünden maximal ein bis drei Floriansjünger zum Ausrücken bereit. Würden die Kameraden alarmiert und könnten den Einsatz aufgrund des Personalmangels nicht ausführen, verginge wertvolle Zeit. Etwa zwei Minuten daure es, bis die Kameraden einer anderen Ortswehr zum Einsatz gerufen werden. Die Wehr könne außerdem aufgrund ihrer geringen Größe ohnehin nur zum Beseitigen einer Ölspur oder zum Löschen eines kleinen Brands ohne die Unterstützung einer anderen Wehr in den Einsatz fahren. Bei der Jahreshautversammlung hätten sich alle Mitglieder einstimmig dafür ausgesprochen, die Feuerwehr aufzulösen, informierte Katharina Heinz, die Bürgermeisterin von Flieth-Stegelitz.
„Viele der eigentlich zahlreichen und ebenso vielen jungen Feuerwehrmitgliedern haben ihren Hauptwohnsitz in Berlin und in anderen Orten“, erkläuterte Heinz den Grund für den personellen Engpass. Weil sich die meisten nur an Wochenenden oder sogar nur ein bis zweimal im Monat in Temmen aufhielten, könnten sie lediglich am Wochenende ausrücken. Genau deshalb fehle den meisten Kameraden auch die Zeit, um die nötigen Aus- und Weiterbildungen zu absovieren.
© Nordkurier.de am 14.06.2012









